Köln – An den Rändern von „pro Köln“ und „pro NRW“ bröckelt es zunehmend. Jetzt sucht auch die „pro NRW“-Jugendbeauftragte Marylin Anderegg das Weite.
Anderegg, die dem „pro Köln“-Vorstand als Beisitzerin angehörte und als Ratskandidatin nominiert ist, fühlt sich offenbar durch die Führungsriege der Rechtspopulisten schlecht behandelt. In ihrer auf einer Internetseite Kölner Neonazis veröffentlichten Austrittserklärung klagt sie unter anderem darüber, es habe „mehrere Vorstandssitzungen gegeben, von denen ich nichts, aber auch gar nichts wusste und das, obwohl ich gewähltes Vorstandsmitglied bin“. Außerdem erwartete sie offenbar erfolglos, bei „pro Köln“ künftig ihre Brötchen verdienen zu können: „Mir habt Ihr drei Jahre lang erzählt ich solle nach der Wahl Eure Büro Tippse ersetzen, aber ich weiß ja jetzt wer das macht! Sogar mit Festeinstellung!“ Dieser Tropfen brachte das Fass zum Überlaufen: „Dafür habe ich stundenlang (drei Jahre ehrenamtlich), jeden Tag umsonst im Büro gearbeitet und meine Freizeit für die Sache geopfert?“