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Mittwoch, 30. Dezember 2009 | Pressemeldungen | Presse

„Pro“ verliert Plakatschlacht

NRW rechtsaußen vom 30. Dezember 2009

Köln – Beim Plakatieren vor der Kommunalwahl im August war „pro Köln“ besonders rege bei der Sache. Von einer „Plakatschlacht“, die man zu führen gedenke, war gar die Rede. Beim Einsammeln der Werbetafeln nach dem Wahltag ging der extrem rechten „Bürgerbewegung“ aber offenbar die Puste aus. Dafür erhielt sie jetzt die Quittung – oder besser: eine Rechnung.

25 Euro pro Plakat will die Kölner Stadtverwaltung von den Parteien und Wählergruppen kassieren, die nach einem Stichtag ihre Pappen noch nicht wieder abgenommen hatten. So hatte es einem Bericht der Kölnischen Rundschau zufolge der städtische Ausschuss für Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen beschlossen. Statt der Wahlkampfhelfer war nach diesem Stichtag das Ordnungsamt tätig geworden und hatte die Plakate abhängen lassen. Dafür stellte die Stadt nun den Parteien insgesamt etwas mehr als 40.000 Euro in Rechnung.

Montag, 02. November 2009 | Pressemeldungen | Presse

Beisicht will umworben werden

NRW rechtsaußen vom 2. November 2009

Leverkusen/Leichlingen/Köln – Einerseits kündigt „pro NRW“ an, in den Stadträten und Kreistagen, in die die „Bürgerbewegung“ nach der Kommunalwahl vom 30. August eingezogen ist, eine „konsequente Oppositionsarbeit“ betreiben zu wollen. Andererseits möchte die Rechtspopulistenriege rund um Markus Beisicht aber auch anerkannt werden als „seriöse“ Kraft. Umso glücklicher ist Beisicht, wenn sein Kalkül aufgeht und andere Parteien um die „pro“-Stimmen in den Räten werben oder sie zumindest dankbar akzeptieren, um Mehrheiten bilden zu können.

„In Leichlingen und Leverkusen hat es bereits jetzt in einzelnen Punkten eine vernünftige Kooperation mit der örtlichen CDU gegeben“, schreibt Beisicht in einem Resümee der konstituierenden Ratssitzungen. Tatsächlich war in Leichlingen (Rheinisch-Bergischer Kreis) der CDU-Kommunalpolitiker Rolf Ischerland mit 17 gegen 16 Stimmen und unterstützt von „pro NRW“-Ratsmitglied Ronald Micklich zum ersten stellvertretenden Bürgermeister gewählt worden. Ischerland habe seine Wahl „ausschließlich uns zu verdanken“, meint Beisicht in einem seiner wiederkehrenden „Interviews“ auf der „pro NRW“-Homepage. „Entsprechende Absprachen“ in Leichlingen hätten sich als „stabil“ erwiesen.

Montag, 24. August 2009 | Pressemeldungen | Presse

Noch ein Abgang bei „pro“-Gruppen

NRW rechtsaußen vom 25. August 2009

Köln – An den Rändern von „pro Köln“ und „pro NRW“ bröckelt es zunehmend. Jetzt sucht auch die „pro NRW“-Jugendbeauftragte Marylin Anderegg das Weite.

Anderegg, die dem „pro Köln“-Vorstand als Beisitzerin angehörte und als Ratskandidatin nominiert ist, fühlt sich offenbar durch die Führungsriege der Rechtspopulisten schlecht behandelt. In ihrer auf einer Internetseite Kölner Neonazis veröffentlichten Austrittserklärung klagt sie unter anderem darüber, es habe „mehrere Vorstandssitzungen gegeben, von denen ich nichts, aber auch gar nichts wusste und das, obwohl ich gewähltes Vorstandsmitglied bin“. Außerdem erwartete sie offenbar erfolglos, bei „pro Köln“ künftig ihre Brötchen verdienen zu können: „Mir habt Ihr drei Jahre lang erzählt ich solle nach der Wahl Eure Büro Tippse ersetzen, aber ich weiß ja jetzt wer das macht! Sogar mit Festeinstellung!“ Dieser Tropfen brachte das Fass zum Überlaufen: „Dafür habe ich stundenlang (drei Jahre ehrenamtlich), jeden Tag umsonst im Büro gearbeitet und meine Freizeit für die Sache geopfert?“

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