Stolberg. Die Kupferstadt steht vor den Aufmärschen Nummer 11 und 12, mit denen die rechtsextreme Szene versucht, den gewaltsamen Tod von Kevin P. am Abend des 4. April 2008 für ihre Propaganda zu vereinnahmen.
Gleich am nächsten Morgen kommt es zu einer ersten Demonstration mit rund 160 Rechtsextremisten. Zwei weitere sollen in dem Jahr folgen, auch unter der Beteiligung der NPD-Bundesspitze um Udo Voigt.
Immerhin hatte der lokale NPD-Chef und Stolberger Ratsherr Willibert Kunkel bereits kurz nach der Tat klargestellt, dass das Opfer kein «Kamerad» war. Inzwischen distanziert sich der Kreisvorsitzende sogar von den so genannten «Trauermärschen», die vor allem von dem Dürener Kreistagsmitglied Ingo Haller und René Laube, dem Anführer der Kameradschaft Aachener Land, organisiert werden.
Auch sie sind mittlerweile von der NPD ausgeschlossen worden. Die Aufmärsche in Stolberg sind ein Feld der freien Kameradschaften.